Deutschland ist erneuerbar!

Unsere Vision für Deutschland 2035. Zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt, digital und klimaneutral.

Nach einer Zeit, in der immer neue Hitzerekorde und Wassermangel zu Ernteausfällen, Wald- und Artensterben führten, Menschen und Tiere unter klimabedingten Wetterextremen litten und Klimaflüchtlinge aus Dürre- und Überschwemmungsregionen der südlichen Hemisphäre in den Norden und gemäßigte Zonen strömten, haben wir die Weichen für ein Leben im Einklang mit der Natur gestellt.

Deutschland deckt seinen Energiebedarf im Jahr 2035 vollständig aus erneuerbaren Energien, ist als Kreislaufwirtschaft organisiert, in der es kaum Abfälle, sondern wiederverwertbare Wertstoffe gibt und Ressourcen und Güter geteilt werden. Unser Land hat viel grüne Natur, sauberes Wasser und ist lebenswert für die Menschen und zukunftsfähig für kommende Generationen. Deutschland ist klimaneutral.

Das neue Energiekonzept lebt

Sämtliche Heizungen und Heizkraftwerke wurden entweder durch nachhaltige Technologien ersetzt oder werden mit erneuerbaren oder nachwachsenden Rohstoffen betrieben. Wir heizen beispielsweise mit Wärmepumpen, Brennstoffzellen oder Solarthermie und synthetisieren nachhaltige Brennstoffe. Unseren Strombedarf decken wir vor allem aus Wind- und Solarenergie, die auf freien Flächen in Deutschland nahe an den Verbrauchszentren oder dezentral auf Dächern produziert und durch Kurz- und Langzeitspeicher ergänzt werden. Deutschlands Strombedarf hat sich verdoppelt, da Strom über Power-to-X auch eine große Rolle in der Industrie, bei der Wärmeversorgung und bei der Mobilität einnimmt. Wir nutzen die für das fossile Energie-Zeitalter bereits gebauten Leitungen und Speicher der Gas-Infrastruktur und können damit auch für nationale Notfälle über viele Monate Energie in Form von Wasserstoff vorhalten. Europa ist politisch eng zusammengerückt, dies zeigt sich auch in einer gemeinsamen Infrastruktur. Wir sind länderübergreifend gut vernetzt und Deutschland damit optimal eingebunden, um bei Energieüberproduktion anderen Ländern auszuhelfen oder bei temporären Energieengpässen zusätzliche Versorgung sicher zu stellen. Die Digitalisierung hilft, unseren Energiebedarf optimal zu steuern und zahlreiche Solar- und Windanlagen sowie Speicher mit uns Energieverbrauchern zu vernetzen.

Die Mobilität der Zukunft

Unsere Mobilität ist nicht nur sauberer, sondern auch autonomer und viel komfortabler geworden. Wir reisen innerhalb Deutschlands und in den angrenzenden europäischen Staaten meistens mit Zügen oder auch Bussen, die elektrisch oder mit Wasserstoff angetrieben werden. Der Logistik-, Flug- und Schiffsverkehr ist ebenfalls, wenn nicht batterie-, dann wasserstoff- oder mit anderen CO2 neutralen Treibstoffen betrieben. Längere Fernreisen gelten als normale Arbeits- oder auch Erholungszeiten, da selbst der Individualverkehr weitestgehend autonom erfolgt. Für kurze Distanzen stehen uns eine Vielzahl digital miteinander vernetzte Möglichkeiten zur Verfügung wie (E-)Fahrräder, E-Roller, leichtgewichtige E-Autos, E-Drohnen und öffentliche Verkehrsmittel. Der größere Teil der Fahrzeuge wird zwischen allen Menschen geteilt und ist damit mehr in Bewegung als im Stillstand. Wir profitieren durch die Reduktion parkender Verkehrsmittel von einem deutlichen Flächenzugewinn in Stadt und Land. So hilft uns die Digitalisierung, dass wir nicht nur Flächen optimal nutzen, sondern auch den Verkehr reduzieren, da wir Wege vermeiden und die nötigen Verkehrsträger besser auslasten.

Wir haben die Digitalisierung als Chance genutzt

Ohnehin haben wir die Chancen der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung in vielen Bereichen genutzt. Wir brauchen viel weniger physische Materialien und Ressourcen für den gleichen Wohlstand, da wir vor allem teilen statt besitzen, virtuell konsumieren und dezentral viele der noch notwendigen physischen Produkte mit 3D Druckern auch direkt zuhause produzieren. Die Digitalisierung hilft uns, die Transaktionskosten für die effiziente und geteilte Nutzung von Gebäuden, Werkzeugen, Verkehrsträgern, Kleidung und anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs zu senken und deren Anzahl zu reduzieren (Sharing Economy). Das, was wir heute noch an Ressourcen verbrauchen, haben wir weitestgehend in Kreisläufen organisiert (Circular Economy): am Ende einer Produktlebensdauer werden Produkte repariert und in ihrer Funktion erweitert oder in ihre Einzelteile und Materialien zerlegt und wieder verwendet in neuen Produkten. Abfall gibt es per Definition kaum noch, sondern vor allem abbaubare biologische Rohstoffe, die digital gestützt durch ortsdifferenzierte Landwirtschaft flächeneffizient und ökologisch angebaut werden. Die noch notwendigen nicht erneuerbaren Ressourcen, verwenden wir in einer geschlossenen Wertschöpfungskette dank digitaler Informationstechnologien intelligent und effizient immer wieder.

Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte konnten wir auch mit Hilfe der Digitalisierung von Umwelt- und Ressourcenverbrauch entkoppeln und die Basis für eine Wirtschaft schaffen, die den Menschen Wohlstand bringt, aber gleichzeitig die Grenzen von Mensch und Natur respektiert.

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So oder so ähnlich stellen wir uns eine nachhaltige Zukunft für Deutschland vor. Deutschland hat einiges auf dem Weg dorthin bereits erreicht, aber um irreversible Kippmomente des Klimas zu vermeiden, brauchen wir eine Beschleunigung der Maßnahmen, um zu einer klimaneutralen Wirtschafts- und Konsumweise zu kommen.

Hier geht es zu unserer Forderung.