CO2 Reduktionsmaßnahmen für Unternehmen

Anbei findet ihr einen Katalog aus Reduktionsmaßnahmen, welche wir aus unterschiedlichen Quellen und mit Hilfe von unserer Partnerunternehmen (ClimatePartner, Atmosfair - will be added soon) zusammengestellt haben. Es handelt sich hierbei stets um eine Version 1, welche in den folgenden Wochen noch erweitert und spezifiziert wird.

I. Office

Heizung:

  1. Absenkung der Raumtemperatur; Faustregel: pro Grad werden 6 Prozent Energie – und CO2-Emissionen – eingespart.
  2. Die Installation eines Timers für die Zentralheizung, um die Heizung zur arbeitsfreien Zeit auszuschalten bzw. herunterzudrehen.
  3. Schulung der Mitarbeiter für ein optimiertes Heizverhalten: „Fenster auf = Heizung aus“ + 2x Energy Officers for awareness.
  4. Um einen hohen Heizverbrauch zu vermeiden, ist eine gute Isolierung des Gebäudes massgeblich. Altbauten können durch thermische Sanierung nachgerüstet werden. Bei Neubauten sollte von Anfang an auf Energieeffizienz geachtet werden.
  5. Setzen Sie beim Kauf neuer Anlagen auf die Verwendung von Erdgas oder Holzpellets anstelle von Öl. Holzpelletkessel sind mittlerweile eine gute Alternative zu herkömmlichen Anlagen.

Strom:

  1. Ersetzt man alte Elektrogeräte (10-15 Jahre alt) durch energiesparende Geräte, verringert man Stromverbrauch, Treibhausgasemissionen und Kosten über Jahre. Die Energieverbrauchs-kennzeichnung der Geräte (A+++) gibt Auskunft über den Energiebedarf. + Benutzen sie LED Lichter!
  2. Standby: Geräte im Standby verbrauchen Strom, auch in der Nacht und betriebsfreien Zeiten. Abschaltbare Steckerleisten montieren und verwenden, um Geräte ausserhalb der Arbeitszeit ganz abzuschalten.
  3. Energiespareinstellungen: Bei Laptops und Computern die Energiespareinstellungen verwenden. Dies gilt auch bei Netzwerkdruckern, die automatisch in den Sleep-Modus versetzt werden können, wenn sie eine Zeitlang nicht verwendet werden.
  4. Licht aus: Beim Verlassen des Raumes und bei genügend Sonnenlicht das Licht ausschalten. Auch können Sensoren oder eine Abschaltautomatik für die Lichtsteuerung verwendet werden.
  5. Klimaanlage: Sinnvoll und sparsam verwenden. Wie bei der Heizung gilt: Klimaanlage an, Fenster zu! Auch die Raumtemperatur nicht zu stark kühlen. Das wird die Mitarbeiter vor sommerlichen Schnupfen bewahren…
  6. Reduziere die Anzahl an Kühlschränken o.Ä. / Kapazität ist sinnvoll genutzt.
  7. Ökostrom: Kraftwerke mit verschiedenen Energiequellen stossen auch unterschiedlich viele CO2-Emissionen bei der Energiegewinnung aus. Um die Emissionen im Unternehmen zu reduzieren, wird empfohlen, auf Ökostrom umzusteigen. Dadurch wird elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen gefördert und klimaschädliche Emissionen durch konventionelle Energieträger verringert. Ökostrom ist inzwischen übrigens nicht mehr so teuer (e.g. Naturstrom, Greenpeace Engergy oder Lichtblick).

Klimaanlage & Kältemittel:

  1. Kältemittel treten beim Betrieb von Klimaanlagen durch Leckage frei. Diese Gase haben ein hohes Treibhausgaspotenzial, sodass bereits geringe Mengen eine hohe Treibhausgaswirkung haben. Zum Beispiel entspricht 1 kg des Kältemittels R-22 ca. 1.800 kg CO2. Vor diesem Hintergrund gilt es, Kältemittelleckagen weitestgehend zu reduzieren und möglichst geschlossene Systeme zu installieren.
  2. Neue Anlage installieren. Die Treibhausgaswirkung von Kältemitteln differiert stark. Laut einer EG-Verordnung dürfen beispielsweise ab 2020 bei grösseren Anlagen keine Kältemittel mit einer Wirkung von mehr als dem 2.500-fachen von CO2 eingesetzt werden. Bitte beziehen Sie die Klimaschädlichkeit von Kühlmitteln in Ihre Überlegung mit ein, wenn Sie neue Anlagen installieren.

Büropapier und Druckerzeugnisse:

  1. Think before you print“: Bevor etwas ausgedruckt wird, sollte überlegt werden, ob dies überhaupt notwendig ist. Als Standardeinstellung wird der doppelseitige Druck in schwarz-weiss empfohlen. Hilfreich sind zudem Stockwerk- oder Stationsdrucker, bei denen sich der Benutzer am Gerät registrieren muss, bevor das Gerät den Druckvorgang startet. Diese Einrichtung verändert das Druckverhalten der Mitarbeiter und führt zu einer merklichen Reduktion der bedruckten Blätter, weil es keine im Drucker „vergessenen“ Aufträge mehr gibt.
  2. Eine weitere Möglichkeit besteht etwa in der Reduktion der Grammatur der Papiere, wodurch Papiergewicht und damit CO2-Emissionen eingespart werden können.
  3. Achten Sie beim Kauf von Papieren auf klimafreundliche Produkte. Beziehen Sie dazu CO2 als
  4. Einkaufskriterium heran.

Wasser:

  1. Auch die Emissionen durch Wasserverbrauch bzw. -entsorgung können durch Einsparungen reduziert werden. Ansetzen kann man hierbei bei den Produktionsabläufen, sofern vorhanden, aber auch durch den bewussten Umgang der Mitarbeiter mit Wasser.
  2. Water dispenser (gefiltertes Leitungswasser) anstatt Wasser aus Flaschen.

Externe Dienstleister:

  1. Dienstleister aus der Region haben einen kürzeren Anfahrtsweg und verursachen weniger CO2-Emissionen.
  2. Buy FairTrade / sustainable Merchandise.
  3. Bei der Wahl des Dienstleisters kann man beeinflussen, wie nachhaltig dieses Unternehmen selbst arbeitet. So werden vom Fahrradboten beim Betrieb des Rads im Gegensatz zum herkömmlichen Lieferanten per Auto keine CO2-Emissionen verursacht. Ausserdem ist diese Zustellung innerstädtisch meist schneller als mit dem PKW.

Nutrition / F&B:

  1. Mandelmilch als vegane Alternative (Milch = 2,4kg CO2 pro Liter > 70% weniger Greenhouse Emissions, 60% weniger Energie.
  2. Milch von lokalen Anbietern und abgefüllt in Glasflaschen anstatt Tetra Paks.
  3. Kein Fleisch > Vegane Verpflegung und Käse anstatt Fleisch.
  4. Früchte > Fokus auf regionale und saisonale Früchte.
  5. Reduzierung von Plastikmüll.
  6. Reduzieren von Abfall (1/3 aller Lebensmittel landen im Müll).

II. Travel:

Fuhrpark & Mitarbeiteranfahrt:

  1. Die mit den Geschäftsfahrzeugen gefahrenen Kilometer können durch die vermehrte Nutzung von öffentlichem Nah- und Fernverkehr gesenkt werden. Bieten Sie Anreize für die Mitarbeiter, indem zum Beispiel Jahreskarten für die städtischen Verkehrsmittel oder vergünstigte Bahnkarten bereitgestellt werden, die auch zur privaten Nutzung offenstehen.
  2. Nicht jeder Standort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. In diesem Fall kann man mit Fahrgemeinschaften nicht nur den PKW bestmöglich auslasten, sondern auch Geld und CO2-Emissionen einsparen.
  3. Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit, den Standort eines Büros von einem Randgebiet ins Stadtzentrum zu verlagern und die Anfahrtswege der Mitarbeiter dadurch zu verkürzen."
  4. Setzen Sie beim Umrüsten des Fuhrparks eine Obergrenze für Treibhausgasemissionen je Kilometer an oder führen Sie Elektrofahrzeuge im Unternehmen ein. Dadurch wird je gefahrenem Kilometer weniger CO2 verursacht.
  5. Fahrrad und ÖPNV verursachen wesentlicher weniger CO2-Emissionen als PKW. Kommt ein Mitarbeiter täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anstatt alleine mit einem Mittelklassewagen zur Arbeit, spart er rund die Hälfte der Emissionen. Schaffen Sie Anreize für Ihre Mitarbeiter, öffentliche Verkehrsmittel zu verwenden, zum Beispiel indem Sie Jahreskarten zu Verfügung stellen oder für den Arbeitsweg mit dem Fahrrad werben.

Dienstreisen:

  1. Nicht jede Dienstreise ist wirklich nötig, manchmal reicht vielleicht eine klimafreundliche Video-Konferenz.
  2. Wer Termine bei einer Reise zusammenlegt, vermeidet unnötige Wege.
  3. Bahn oder Flixbus bei Inlandsreisen: Flüge haben einen besonders negativen Einfluss auf das Klima. Insbesondere Kurzflüge können jedoch meistens durch klimafreundliche Bahnreisen ersetzt werden, die auch nicht viel länger dauern. (Change travel policy > use right means of Travel (no inland flights
  4. Fliegen Sie Eco anstatt Business Class.

III. Business itself

Analysiert alle Teile eures Business Modells und findet Reduktionspotentiale. An dieser Stelle bietet es sich an externe Hilfe einzuholen.